Neue Ära: Ratingagenturen haften künftig für Bewertungen 

Die EU-Minister haben die strengeren Regeln für Ratingagenturen in Europa abgesegnet – bei fehlerhaften Bewertungen drohen Moody's & Co. künftig Schadenersatzklagen.

Nachdem sich das EU-Parlament, die EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten bereits vor einigen Monaten auf strengere Regeln für Ratingagenturen in Europa geeinigt hatten, haben nun auch die EU-Minister die Reform beschlossen. Anleger können somit US-Ratingriesen wie Moody's, Fitch oder Standard & Poor's für schwere Fehler bei Bewertungen haftbar machen und Verluste einklagen, wenn Ratingagenturen ein Unternehmen oder einen Staat absichtlich oder fahrlässig falsch beurteilen. Zudem dürfen EU-Staaten von den Ratingagenturen nur noch zu festen Terminen bewertet werden.

Staaten-Bewertungen nur noch dreimal jährlich
Die neuen Auflagen sind eine Reaktion auf die Vorwürfe, wonach Ratingagenturen die Euro-Krise durch die Herabstufung der Kreditwürdigkeit mancher Länder zu äußerst sensiblen Zeitpunkten verschärft haben sollen. In Zukunft werden drei Termine pro Jahr festgelegt, an denen die Bewertungen von Staaten bekanntgegeben werden.

Begrenzung von Beteiligungen
Die EU beschränkt auch die Beteiligungen von bzw. an Ratingagenturen, um die Unabhängigkeit zu stärken. Künftig sind die Anteile, die ein Investor an mehreren Ratingagenturen halten darf, ebenso beschränkt wie umgekehrt die Beteiligung einer Agentur an einem Unternehmen, das sie bewertet. Zudem müssen Emittenten risikoreicher Finanzprodukte ihre Ratingagentur, die die Produkte bewertet, nach einigen Jahren wechseln. Ursprünglich waren die geplanten Regeln sogar noch strenger, wurden jedoch im Laufe der Verhandlungen etwas abgeschwächt.

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Die EU-Minister haben die strengeren Regeln für Ratingagenturen in Europa abgesegnet – bei fehlerhaften Bewertungen drohen Moody's & Co. künftig Schadenersatzklagen.

Nachdem sich das EU-Parlament, die EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten bereits vor einigen Monaten auf strengere Regeln für Ratingagenturen in Europa geeinigt hatten, haben nun auch die EU-Minister die Reform beschlossen. Anleger können somit US-Ratingriesen wie Moody's, Fitch oder Standard & Poor's für schwere Fehler bei Bewertungen haftbar machen und Verluste einklagen, wenn Ratingagenturen ein Unternehmen oder einen Staat absichtlich oder fahrlässig falsch beurteilen. Zudem dürfen EU-Staaten von den Ratingagenturen nur noch zu festen Terminen bewertet werden.

Staaten-Bewertungen nur noch dreimal jährlich
Die neuen Auflagen sind eine Reaktion auf die Vorwürfe, wonach Ratingagenturen die Euro-Krise durch die Herabstufung der Kreditwürdigkeit mancher Länder zu äußerst sensiblen Zeitpunkten verschärft haben sollen. In Zukunft werden drei Termine pro Jahr festgelegt, an denen die Bewertungen von Staaten bekanntgegeben werden.

Begrenzung von Beteiligungen
Die EU beschränkt auch die Beteiligungen von bzw. an Ratingagenturen, um die Unabhängigkeit zu stärken. Künftig sind die Anteile, die ein Investor an mehreren Ratingagenturen halten darf, ebenso beschränkt wie umgekehrt die Beteiligung einer Agentur an einem Unternehmen, das sie bewertet. Zudem müssen Emittenten risikoreicher Finanzprodukte ihre Ratingagentur, die die Produkte bewertet, nach einigen Jahren wechseln. Ursprünglich waren die geplanten Regeln sogar noch strenger, wurden jedoch im Laufe der Verhandlungen etwas abgeschwächt.

Quelle: Fonds professionell, 14.05.2013