Hamburger Hafen: Arbeitsschwerpunkte 2013 

Die Hamburg Port Authority (HPA) hat im Rahmen einer neuen Studie einen Ausblick auf das Jahr 2013 gegeben.

Bereits im Hafenentwicklungsplan bis 2025 identifiziert der Senat Brasilien als eine der zentralen Wachstumsregionen für den Hamburger Hafen. Nun beabsichtigt der Hamburger Hafen seine Beziehungen in das südamerikanische Land zu intensivieren.

"Mit dem Hafenentwicklungsplan 2025 hat der Senat eine klare Wachstumsstrategie vorgelegt. Eine langfristige Hafenplanung kann nur funktionieren, wenn wir nicht nur den Hafen selbst ausbauen, sondern auch unsere internationale Vernetzung stetig verbessern“, so Wirtschaftssenator Frank Horch.

"Der Hamburger Hafen hat einen sehr guten Ruf in Südamerika. Allerdings haben wir festgestellt, dass wir gegenüber den anderen Nord-Häfen vor Ort nicht so präsent sind. Das wollen wir versuchen zu ändern“, sagt HPA-Geschäftsführer Jens Meier.

250 Millionen Euro Investitionen in 2013

Die HPA plant 2013 rund 250 Millionen Euro in den Hamburger Hafen zu investieren. Vor allem die direkte Erreichbarkeit der Terminals und der Umschlagsanlagen per Bahn und Lkw steht dabei im Fokus. So ist die HPA dabei die Verkehrsinfrastruktur vor dem Containerterminal Burchardkai umzugestalten und zu erneuern. Bis 2019 sollen hier für rund 100 Millionen Euro neben der neuen Rugenberger Schleuse fünf neue Brücken für den Straßen- und Schienenverkehr entstehen.

Weitere wichtige Bauprojekte werden im Jahr 2013 der Beginn der Bauarbeiten zur Einfahrt des Vorhafens, der Bau der Retheklappbrücke sowie der Umbau der Harburger Hafenschleuse sein.

Landstrom für das Kreuzfahrtterminal Altona

Die HPA beabsichtigt, eine Landstromanlage für das Kreuzfahrtterminal Altona zu bauen. 2013 sollen die notwendigen Planungen dafür fertig gestellt werden. Bereits im Jahr 2015 könnten dann die ersten Kreuzfahrtschiffe in Altona mit Landstrom versorgt werden.

47-Hektar-Naturschutzgebiet in Kreetsand

In Kreetsand im Osten Wilhelmsburgs hat die HPA mit dem Bau eines 30 Hektar großen Flachwassergebietes begonnen. Insgesamt entstehen hier bis Ende 2015 rund eine Million Kubikmeter Tidevolumen. Dieser neue Flutraum, für dessen Herstellung rund zwei Millionen Kubikmeter Boden ausgehoben und verwertet werden müssen, soll zu einer Dämpfung des Tidegeschehens und damit des stromaufwärts gerichteten Sedimenttransports beitragen.

Gleichzeitig werden sich hier neuer Tideauwald und wertvolle Lebensräume für den in der Elbe einheimischen Schierlings-Wasserfenchel entwickeln. Daher wird dieser neue Flachwasserbereich ein wichtiger Teil des Naturschutzgebietes „Auenlandschaft Norderelbe“. Die Fertigstellung der Maßnahme wird voraussichtlich Ende 2015 erfolgen.

Quelle: König & Cie., 29.01.2013