Flugzeuge statt Staatsanleihen 

Die Allianz sucht sich angesichts der anhaltenden Niedrigzinsen neue Anlagefelder. Es gebe Überlegungen, das Volumen an Staatsanleihen zurückzufahren und in neue Märkte zu gehen. Nach oben geht es seit geraumer Zeit mit der Allianz-Aktie. Sie kämpft zurzeit mit der 130-Euro-Marke.

"Es gibt auf der Seite langfristiger Finanzierungen nichts, was wir uns nicht anschauen", sagte Günther Thallinger, Chef von Allianz Investment Management (AIM) der Börsen-Zeitung (Samstag). So arbeite die Allianz an Finanzierungen, bei denen auch Eisenbahnen oder Flugzeuge als Sicherheiten dienten. Leasing habe sich hingegen als schwieriger Markt herausgestellt.

Staatsanleihen rücken bei dem Versicherer in die zweite Reihe. Gegenwärtig liegt ihr Anteil am Gesamtanlagevolumen in Höhe von 556 Milliarden Euro zwar mit 34 Prozent an der Spitze. Aber: "Wir wollen ihren Anteil am Gesamtportfolio zurückfahren", sagte Thallinger. Gleichwohl man Staatsanleihen auch weiterhin nutzen werde, seien die Renditen zu niedrig geworden.

Quelle: DER AKTIONÄR, 21.07.2014