EZB: Euro bleibt zweitwichtigste Reservewährung 

Trotz Krisenstimmung in Europa hat sich die Gemeinschaftswährung als zweitwichtigste Reservewährung der Welt relativ stabil gezeigt, wie die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrem Bericht über die internationale Rolle des Euros zeigt.

Der Euro-Anteil an den globalen Fremdwährungsreserven sank trotz Schuldenkrise, laut EZB, nur marginal von 25,4 Prozent Ende 2010 auf 25,0 Prozent im vergangenen Jahres. Allerdings deutet sich nach Darstellung der EZB an, dass sich dieses Bild im laufenden Jahr ändern könnte, da die Skepsis gegenüber dem Euro wegen der Schuldenkrise global zugenommen hat. Denn jüngste IWF-Daten zeigen, dass der Euroanteil bei den Weltwährungsreserven im ersten Quartal dieses Jahres um einen halben Prozent gesunken ist.

Leitwährung bleibt der US-Dollar, auch wenn dessen relative Bedeutung nach Ansicht vieler Experten allmählich abnimmt. Immer stärker wird dem EZB-Bericht zufolge der chinesische Renmimbi, der sich anschickt den japanischen Yen als drittwichtigste Reservewährung der Welt abzulösen. Insgesamt betrugen die globalen Währungsreserven nach Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF) im vergangenen Jahr 10,2 Billionen US-Dollar wobei die Daten unvollständig sind, da einige Zentralbanken in Asien keine Angaben machen was die Zusammensetzung ihrer Reserven angeht.

Quelle: Fonds professionell, 12.07.2012