Ende der Ticketsteuer im Luftverkehr? 

Blick ins Cockpit: Die Abschaffung der Ticketsteuer würde Deutschlands Fluggesellschaften um 1 Milliarde Euro entlasten.

Die gute Haushaltslage soll es ermöglichen: Politiker der großen Koalition fordern die Abschaffung der Ticketsteuer in der Luftfahrt ab 2016. Deutschlands Fluggesellschaften könnten damit jährlich 1 Milliarde Euro sparen. Die Politik stellt aber Bedingungen.

Berlin - Aus den schwarz-roten Regierungsfraktionen kommt ein neuer Vorstoß zur Abschaffung der umstrittenen Ticketsteuer für Starts von deutschen Flughäfen. Nationale Alleingänge wie die 2011 eingeführte Steuer schwächten die deutsche Luftverkehrswirtschaft, heißt es in einem Schreiben der Fraktionsvizes Sören Bartol und Hubertus Heil (SPD) sowie Michael Fuchs und Arnold Vaatz (Union).

In Anerkennung der weiteren Haushaltskonsolidierung sollten Spielräume aus zusätzlichen Steuereinnahmen "ab dem Jahr 2016 und folgenden genutzt werden, um die Luftverkehrsteuer abzuschaffen". Im Gegenzug sollten die Fluggesellschaften die Entlastung aber für Investitionen in leisere Jets und den Erhalt von Arbeitsplätzen in Deutschland nutzen, heißt es in dem Schreiben an Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Zuerst berichtete das "Handelsblatt" (Freitag) darüber.

Die 2011 von der schwarz-gelben Bundesregierung zur Etatsanierung eingeführte Steuer bringt rund eine Milliarde Euro im Jahr ein. Zahlen müssen die nach Flugstrecke gestaffelten Aufschläge die Fluggesellschaften. Sie können sie wegen des harten Wettbewerbs kaum über höhere Ticketpreise bei den Reisenden wieder hereinholen.

15.08.2014