Bankenverband reformiert Einlagensicherungsfonds 

Der Bundesverband deutscher Banken hat gestern auf einer Sonder-Delegiertenversammlung in Frankfurt die angekündigte Reform der freiwilligen Einlagensicherung verabschiedet.

Neben Maßnahmen zur besseren Risikosteuerung des Einlagensicherungsfonds umfassen die Beschlüsse laut Mitteilung des Verbandes auch eine stufenweise Herabsetzung der Sicherungsgrenzen über einen Zeitraum von zehn Jahren. Derzeit schützt der Fonds Einlagen bis zu einer Sicherungsgrenze von 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals der Bank pro Kunde. In einem ersten Schritt werde die Sicherungsgrenze zum 1. Januar 2015 von derzeit 30 Prozent auf 20 Prozent gesenkt. Danach zum 1. Januar 2020 auf 15 Prozent und zum 1. Januar 2025 auf 8,75 Prozent. "Die Kunden privater Banken in Deutschland genießen weiterhin den höchsten Einlagenschutz weltweit", sagte Hans-Joachim Massenberg, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bankenverbandes.

Der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken, dem 173 private Banken angehören, schützt die Guthaben von Kunden bei den privaten Banken in Deutschland. Dieser Schutz umfasst die Guthaben von Privatpersonen, Wirtschaftsunternehmen und öffentlichen Stellen. Bei den geschützten Einlagen handelt es sich im Wesentlichen um Sicht-, Termin- und Spareinlagen und auf den Namen lautende Sparbriefe. Verbindlichkeiten, über die eine Bank Inhaberpapiere ausgestellt hat, wie zum Beispiel Inhaberschuldverschreibungen und Inhabereinlagenzertifikate, werden dagegen nicht geschützt. Der freiwillige Einlagensicherungsfonds sichert die Kundeneinlagen seiner Mitglieder bis zu einer Grenze von 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank ab. Seit seiner Gründung 1976 hat der Einlagensicherungsfonds in über 30 Fällen anspruchsberechtigte Kunden entschädigt.

Quelle:FONDS professionell, 18.10.2011